Kuba von A bis Z – Teil 2: M bis Z

Kirche in Cienfuegos, Kuba

Vor drei Wochen habe ich den ersten Teil meines Kuba A bis Z veröffentlicht.

Hier kommt nun endlich der zweite Teil der Kuba-Infos mit den Buchstaben M bis Z.

M wie Musik

Musik wird in Kuba groß geschrieben. Mir schien, als könne fast jeder Kubaner ein Instrument spielen – und die, die das nicht können, können unglaublich gut zeichnen. Egal, wo du hingehst, dir wird mit Sicherheit mehr als ein Mal eine Band begegnen.

Die meisten Bands spielen Jazz und machen super gute Laune – und das nicht nur auf der Straße, sondern auch in vielen Restaurants. Und in der Casa de la Música in Trinidad ist jeden Abend ein tolles Programm. Du solltest allerdings dein Kleingeld nicht vergessen. Denn nach dem Auftritt sammeln die Musiker Geld – und sie gehen erst weiter, wenn du mindestens eine Münze in den Hut geworfen hast.

Oldtimer in Kuba

O wie Orientierung

Ich habe vor unserer Reise oft gelesen, dass GPS in Kuba nicht funktioniert. Angeblich würden sogar bei der Einreise einige Handys mit GPS-Funktion vom Zoll einbehalten und erst bei der Ausreise zurück gegeben. Das halte ich für ziemlichen Blödsinn – zumindest durften wir unsere Smartphones behalten und auch sonst haben wir in unseren drei Wochen vor Ort niemanden getroffen, der sein Handy abgeben musste.

Du kannst also zur Orientierung dein Handy benutzen. Dazu lädst du dir am besten eine App mit Offline-Karten runter, denn Internet ist ja bekanntlich in Kuba immer noch Mangelware. Wir nutzten immer MAPS.ME und die App funktionierte einwandfrei. Sogar die Taxifahrer nutzen Karten auf ihren Smartphones, um den Weg zu finden.

Die Alternative ist natürlich immer noch die gute alte Straßenkarte. Da würde ich aber empfehlen, die neueste Version zu besorgen, denn in Kuba ändern sich aktuell einige Straßennamen.

O wie Oldtimer

Die Oldtimer in Kuba sind einfach der Wahnsinn. Wir durften direkt nach unserer Ankunft in Havanna mit einem alten Opel aus den 50er Jahren fahren – was für ein Gefühl! Dass dazu „Gangster’s Paradise“ aus den Boxen dröhnte war zwar total unerwartet, aber ein absolutes Highlight.

Oldtimer in Havanna, Kuba

Viele kubanische Taxen sind Oldtimer. Du kannst dir zum Beispiel in Havanna ein Taxi für eine Stunde oder einen halben Tag mieten und dir vom Taxifahrer seine Heimat zeigen lassen. Das ist allerdings nicht besonders günstig – von 35 USD bis 75 USD hörten wir alle möglichen Preise. Du kannst aber auch das Taxi als Alternative zum Bus für Reisen von einer Stadt zur anderen nutzen. Der Preis ist der gleiche, aber das Feeling ist einfach viel besser.

Nach der Annäherung zwischen Kuba und den USA kann es gut sein, dass die Oldtimer schneller aus Kuba verschwinden, als uns lieb ist – und durch dicke SUVs ersetzt werden. Also besser schnell nach Kuba!

P wie Parques

Die kubanischen Parques (dt. Parks) sind meistens gar keine Grünflächen, sondern einfach die Hauptplätze der Städte. In den Parques findest du mittlerweile in fast jeder großen Stadt einen WLAN Hotspot von ETECSA. Aber auch vor der Zeit des Internets waren die Parques schon immer der Treffpunkt für Einheimische, um zusammen Rum zu trinken, Zigarren zu rauchen, den Jazz-Bands zuzuhören und sich am Leben zu erfreuen.

Parque in Santiago de Cuba

P wie Pauschaltouristen

Es gibt in Kuba eine Menge Pauschaltouristen, die mit ihren Reisebussen von A nach B nach C gekarrt werden, in Hotels übernachten und in jeder Stadt maximal zwei Nächte, manchmal sogar nur einen Tag verbringen, um möglichst viel sehen zu können. Ich dachte ja immer, Pauschalreisen wären was für ältere Leute, aber wir begegneten auch einigen Reisegruppen, bei denen die jüngsten Teilnehmer ungefähr Mitte 20 waren.

Ich würde nie auf die Idee kommen, in einem Land wie Kuba eine Pauschalreise zu buchen. Kuba ist so einfach zu bereisen! Das Verkehrsnetz ist mit Bussen und Taxen super ausgebaut, die Übernachtungen sind in Casas Particulares viel spannender als in Hotels, die vermutlich auch noch schlechter ausgestattet sind. Du triffst Einheimische nur, wenn du nicht mit einer riesigen Gruppe unterwegs bist – und das ist doch der Sinn des Reisens, oder?

R wie Rum

Rum ist billiger als Wasser – muss ich noch mehr sagen?

Die meisten Kubaner bevorzugen den Rum Santiago de Cuba vor Havana Club. Cocktails wie Cuba Libre, Mojito oder Piña Colada, die Rum als Grundlage haben, kosten gerade mal zwischen 1,50 USD und 2,50 USD. Also Finger weg vom Bier!

S wie Spanisch

Ohne Spanisch bist du außerhalb von Havanna ziemlich aufgeschmissen. In der Hauptstadt Kubas sprechen überraschend viele Menschen Englisch, aber sobald du aus der Stadt fährst, solltest du zumindest ein paar grundlegende Dinge auf Spanisch kennen – zum Beispiel, wie du Essen bestellst, nach dem Bus fragst und deine Gastgeber bittest, in der nächsten Casa anzurufen, um ein Zimmer für dich zu reservieren. Je besser dein Spanisch ist, desto intensiver wird natürlich der Austausch mit den Einheimischen.

T wie Taxi

Neben den Oldtimer-Taxen, die eigentlich fast immer privat sind, gibt es in Kuba auch eine staatliche Taxifirma namens Cubataxi. Die gelben Taxen mit der schwarzen Schrift sind allgegenwärtig und können einfach an der Straße rangewunken werden.

Für alle Taxen, egal ob staatlich oder privat, gilt: wenn du den Preis zu deinem Zielort nicht kennst, solltest du vorher einen Festpreis ausmachen. Am besten fragst du in deiner Casa, was eine Fahrt zu deinem Ziel normalerweise kostet.

Taxi in Cienfuegos, Kuba

T wie Trinidad

Bei einer Rundreise durch Kuba sollte ein Stopp in Trinidad auf keinen Fall fehlen. Für mich war Trinidad die schönste Stadt in Kuba. Mit den alten, farbenfrohen Häusern und dem unebenen Kopfsteinpflaster auf den Straßen hat die Stadt einen einmaligen Charme.

Nach einem Spaziergang durch die kleinen Gassen mit den vielen Galerien und Handwerksläden kannst du abends bei einem Cuba Libre den Bands in der Casa de la Música lauschen und das Tanzbein schwingen, wenn du Lust hast.

Trinidad ist übrigens auf jeden Fall die beste Stadt, um Souvenirs für zu Hause zu kaufen.

Gasse in Trinidad, Kuba

V wie Visum

Für deine Reise nach Kuba brauchst du ein Visum – egal, welche Staatsangehörigkeit du hast. Das Visum wird in Form einer sogenannten Touristenkarte erteilt, die du möglichst vor deinem Abflug nach Kuba kaufen solltest. Die Touristenkarte bekommst du in Reisebüros oder direkt am Flughafen bei der Airline, mit der du fliegst. Die Karte kostet ca. 20 € und du musst lediglich deinen Namen, dein Geburtsdatum und deine Passnummer eintragen.

Ohne die Touristenkarte kannst du nicht in Kuba einreisen – falls du aber vergisst, sie vor deiner Abreise zu besorgen, kannst du sie in Kuba am Flughafen immer noch gegen eine zusätzliche Gebühr kaufen.

W wie Wasser

Das Leitungswasser in Kuba ist ungenießbar. Flaschenwasser ist zwar nicht ganz billig, aber du kannst ein bisschen sparen, indem du einen 5L Kanister kaufst anstatt kleine Flaschen – falls du einen Laden findest, der Kanister verkauft.

In Kuba gibt es nur einen Anbieter von Flaschenwasser. Und der bezeichnet sich ganz selbstbewusst als die Nummer Eins in Kuba. Humor haben sie ja, die Kubaner.

Z wie Zigarren

Die Haupteinnahmequelle Kubas ist der Verkauf von Zigarren. In einigen großen Zigarrenfabriken drehen Hunderte Mitarbeiter den ganzen Tag Zigarren, die nach mehrmaliger Prüfung entweder in der Verkauf oder zurück an den Drehtisch kommen. Die Qualitätskontrollen sind sehr streng und für die Zigarren werden nur die besten Tabakblätter verwendet.

Wenn du dir mal eine Zigarrenfabrik angucken willst, kann ich die Fabrik in Santa Clara sehr empfehlen. Das Ticket für den Eintritt musst du im Hotel Santa Clara Libre direkt am Hauptplatz der Stadt kaufen. Gegenüber von der Fabrik ist ein kleiner Laden, in dem du sehr günstig Zigarren kaufen kannst – bis zu 20 Zigarren kannst du zollfrei ausführen. Aber vergiss die Rechnung nicht!!

Gasse in Trinidad, Kuba

Wir waren im November 2015 in Kuba. Das Land verändert und entwickelt sich aktuell so schnell, dass ich keine Garantie für die Aktualität der Infos übernehmen kann. Falls sich inzwischen etwas geändert hat, freue ich mich über Kommentare!

Über den Autor

Mona

Früher saß ich den ganzen Tag im Büro am Schreibtisch - heute bin ich angehende Weltenbummlerin, Fotografin, Texterin, Geschichtenerzählerin und Reiseplanerin.
In diesem Blog erzähle ich die Geschichten, die mein Freund Patrick und ich auf unserer Weltreise erleben - und gebe Tipps zur richtigen Vorbereitung einer Langzeitreise und zu einzelnen Reisezielen.

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