Was kostet die Welt? Vier Wochen auf den Philippinen

Philippinen Tricycle

Die Philippinen bestehen aus insgesamt 7.107 Inseln. 

Da reichten die knapp vier Wochen, die wir in dem Inselstaat zur Verfügung hatten, leider nur für einen Bruchteil des Landes aus. Wir beschränkten uns deshalb auf die Insel Palawan und die Hauptstadt Manila.

Vermutlich ist auch das der Grund, warum wir auf den Philippinen mehr Geld ausgegeben haben, als wir dachten – Palawan ist neben Boracay nämlich eine der teuersten Inseln des ganzen Landes.

El Nido Islandhopping

Wir flogen von Kuala Lumpur über mehrere Umwege nach Puerto Princesa, wo wir erst mal zwei Tage zur Akklimatisierung blieben. Anschließend ging es weiter über Port Barton und El Nido nach Coron auf Busuanga Island. Von dort fuhren wir mit der Fähre zurück nach Manila, wo wir zum Abschluss noch drei Tage verbrachten.

Unterkunft

Die Unterkünfte, in denen wir auf den Philippinen übernachtet haben, reichten von Guesthouses über Strandbungalows und Hotels bis hin zu einem ganzen Apartment.

Puerto Princesa

Puerto Princesa

Puerto Princesa ist nicht besonders groß und wir wollten gerne eine Unterkunft in der Nähe vom Flughafen haben, um nach den insgesamt vier Flügen, die wir von Kambodscha bis nach Puerto Princesa nehmen mussten, möglichst schnell anzukommen.

Wir wurden bei Booking.com fündig und buchten einen Tag vor unserer Ankunft zwei Nächte im EJ Pension House. Das Guesthouse ist vom Flughafen zu Fuß erreichbar und war mal wieder ein echter Glücksgriff. Wir wurden sehr herzlich vom allgegenwärtigen Manager empfangen und in ein sauberes, ausreichend großes Zimmer gebracht. Sogar das Frühstück war inklusive und wir konnten uns die Uhrzeit aussuchen, zu der wir frühstücken wollten.

Eine Nacht im EJ Pension House kostet 820 Pesos (ca. 8,20 €). Das ist vom Preis-Leistungs-Verhältnis für Palawan ein echtes Schnäppchen.

Port Barton

Port Barton Beach

Da Anfang Februar High Season auf Palawan ist, buchten wir auch für Port Barton eine Nacht im Voraus. Das stellte sich allerdings als Reinfall heraus. Als wir mittags nach einer turbulenten Busfahrt in Elsa’s Beach Resort ankamen, hatte Elsa unser Zimmer schon an jemand anders vergeben und auch kein anderes Zimmer mehr frei. Das war natürlich ärgerlich, weil wir das Zimmer schon online bezahlt hatten.

Aber uns blieb nichts anderes übrig, als durch den winzigen Ort zu laufen und nach einer Alternative zu suchen. Nur durch einen glücklichen Zufall bekamen wir das letzte freie Zimmer in Ayette’s Bamboo House. Für 950 Pesos (ca. 9,49 €) die Nacht bekamen wir hier allerdings ein Bungalow ohne Fenster – der Raum hatte zwar Löcher in den Wänden, aber die waren nur mit Fliegengittern versehen. Entsprechend laut und auch kalt war es nachts. Deshalb blieben wir auch hier nur zwei Nächte.

In der High Season solltest du in Port Barton auf jeden Fall vorher was buchen. Am besten aber direkt bei der Unterkunft, damit du nicht doof dastehst. Ich kann dort das Summer Homes empfehlen.

Cacnipa Island

Coconut Garden Island Resort Cacnipa Island

Auf Cacnipa Island gibt es nur eine Unterkunft: das Coconut Garden Island Resort.

Wir hatten im Vorfeld viel über die Unterkunft gelesen und gehört – das meiste davon war negativ. Aber wir wollten es uns trotzdem nicht entgehen lassen, diese wunderschöne Insel zu besuchen. Wir riefen einen Tag vorher im Coconut Garden an und buchten den günstigsten Bungalow für zwei Nächte und das Boot, das uns in Port Barton abholen sollte.

Es funktionierte alles reibungslos – wenn du die Buchung also telefonisch vornimmst, sollte es dir nicht passieren, dass sie irgendwie verloren geht. Davon berichten nämlich eine Reihe Leute im Internet.

Coconut Garden Island Resort Cacnipa Island

Das Zimmer kostete 990 Pesos (ca. 9,89 €) pro Nacht. Die Einrichtung ist zwar sehr einfach, aber sauber und mit eigenem Bad. Und auf dieser Insel gehst du wirklich nur zum Schlafen ins Zimmer – den Tag kannst du in der Hängematte direkt am Strand verbringen.

El Nido

El Nido

Nach einer weiteren turbulenten Fahrt auf dem Dach eines Jeepney kamen wir nachmittags ohne Plan in El Nido an. Wir hatten zwar vorher ein paar Unterkünfte im Internet rausgesucht, die waren aber leider alle ausgebucht.

Nachdem wir bereits eine gute Stunde durch El Nido gelaufen waren, sprach uns ein Amerikaner an und nahm uns mit zu der Unterkunft, in der er wohnte. Und nach einer kurzen Besichtigung checkten auch wir im Mam Olson Pensionne House ein.

Das Zimmer war zwar mit 1.300 Pesos (ca. 12,99 €) pro Nacht nicht gerade günstig, aber es war nagelneu, sauber, groß und hatte eine Klimaanlage. Du kannst in El Nido auch für die Hälfte wohnen, aber dann ist die Unterkunft entweder ab vom Schuss oder ein Loch.

Coron

Coron Philippines View

Nach fünf Nächten in El Nido fuhren wir mit einem kleinen Boot nach Coron weiter. Wir hatten versucht, im Vorfeld telefonisch ein Zimmer zu reservieren, aber alles, was wir online fanden, war komplett ausgebucht. Sogar die winzigsten Zimmer in den Hostels in Coron waren nicht verfügbar.

Also fuhren wir ohne Plan hin und nahmen das erstbeste Zimmer, das frei war. Fündig wurden wir im Apartelle de Gabrielle. Das Zimmer kostete 800 Pesos (ca. 7,93 €) pro Nacht und war für die nächsten zwei Nächte frei. Länger hätten wir da aber auch nicht bleiben wollen. Wir hatten Gesellschaft von einer riesigen Schabe im Badezimmer – nachts auf’s Klo gehen war also nicht drin.

Coron Apartelle Gabrielle Bug

Am nächsten Tag machten wir uns also auf die Suche nach einer Bleibe für weitere sechs Nächte – so lange waren wir nämlich in diesem eher unschönen Ort gefangen, weil die Fähre nach Manila nur ein Mal die Woche fährt und wir die leider schon gebucht hatten.

Wir buchten uns letzten Endes im Seaview Inn ein, das eher an ein Hotel erinnert. Wir konnten zwar einen Rabatt aushandeln, zahlten aber immer noch 1.350 Pesos (ca. 13,37 €) pro Nacht. Und da das Seaview Inn kein Zimmer für die kompletten sechs Nächte frei hatte, mussten wir insgesamt drei Mal umziehen.

So bekamen wir allerdings auch die Suite zu sehen, die eigentlich 2.500 Pesos die Nacht kostet. Da lässt es sich wirklich ganz gut aushalten.

Manila

Manila at Night

In Manila buchten wir über airbnb ein Apartment im Stadtteil Makati. Die Wohnung war super – sehr sauber, komplett eingerichtet und mit einem tollen Badezimmer.

Mit 39 € pro Nacht war das zwar nicht gerade ein Schnäppchen, aber viel günstiger kannst du in Manila nicht wohnen, wenn du eine komplette Wohnung haben willst. Und den Luxus wollten wir uns einfach mal wieder gönnen – ich finde, es gibt nichts besseres, als sich morgens selbst das Frühstück machen zu können.

Gesamt

Insgesamt haben wir für die Unterkünfte auf den Philippinen 306,34 € pro Person gezahlt.

Essen und Getränke

Über das Essen auf den Philippinen hört man ja überwiegend Schlechtes. Es wäre alles extrem fettig und die Vielfalt wäre nicht besonders groß.

Was die Vielfalt der Filipino-Küche betrifft, kann ich das bestätigen. Eigentlich habe ich überall nur Fleischspieße, manchmal mit Reis, oder Adobo gesehen. Grundsätzlich gibt es aber – zumindest dort, wo wir waren – eine große Auswahl an westlichem Essen in den Restaurants. Und die meisten Köche machen ihre Sache auch gut.

Port Barton Jimbalaya

Das führte allerdings dazu, dass wir auch hier wieder nicht besonders oft Local Food gegessen haben, sondern uns hauptsächlich von Pizza, Burgern, Pasta und Eis ernährten. Das war also kein besonders gesunder Monat.

Empfehlen kann ich folgende Restaurants und Cafés:

Für Essen und Getränke haben wir auf den Philippinen insgesamt 302,22 € pro Person ausgegeben.

Attraktionen

El Nido

Wenn du El Nido bei google eingibst, bekommst du wunderschöne, atemberaubende Bilder von Stränden, klarem Wasser und tollen Unterwasserwelten ausgespuckt. Es sieht dort wirklich so aus, allerdings musst du erst mal dort hinkommen.

Dafür musst du entweder eine Island Hopping Tour buchen, von denen die günstigste – und damit am wenigsten schöne – 1.200 Pesos (ca. 25 €) pro Person kostet. Oder du charterst ein Boot, das je nach Verhandlungsgeschick 3.500 Pesos (ca. 73 €) pro Tag kostet. Oder du gehst tauchen – zwei Tauchgänge kosten um die 3.000 Pesos (ca. 62,65 €) pro Person.

Island Hopping

Wir haben nur die Tour C gemacht – die ist mit 1.400 Pesos (ca. 29 €) pro Person zwar die teuerste, aber die meisten Leute sagen, es ist auch die schönste. Ich habe natürlich keinen Vergleich, aber die Strände, die wir gesehen haben, waren wirklich traumhaft – weißer Strand und glasklares, türkisblaues Wasser. Auch die Unterwasserwelt kannst du hier beim Schnorcheln toll erkunden.

El Nido Islandhopping

Wo du die Tour buchst ist eigentlich egal. Wir hatten aber gehört, dass die Tour vom Art Café die Route andersrum fährt und so den Menschenmassen entgeht. Deshalb haben wir unsere Tickets dort gekauft.

Tauchen

Die Unterwasserwelt, die sich uns bei unseren Tauchgängen bot, war nicht so toll. Beide Tauchplätze waren sehr dunkel und das Wasser war voll mit Plankton. Nach dem, was wir vorher über’s Tauchen auf den Philippinen gehört hatten, waren wir leider ziemlich enttäuscht von El Nido.

Das Tauchcenter war aber super und ich kann es sehr empfehlen. Wir sind mit der Crew von Submariner Diving rausgefahren. Das Personal ist super freundlich und das Boot und die Ausrüstung in einwandfreiem Zustand.

Coron

Coron ist berühmt für’s Wrack-Tauchen. Hier liegen diverse Schiffswracks aus dem zweiten Weltkrieg auf dem Meeresgrund, die du bei deinen Tauchgängen erkunden kannst.

Die Tauchcenter sind vermutlich alle gleich gut. Wir waren mit dem Rocksteady Dive Center unterwegs und haben ein Wrack gesehen und waren außerdem im Barracuda Lake – das war mein absolutes Highlight!

Der Barracuda Lake ist ein See, dessen Oberfläche aus 28 Grad warmem Süßwasser besteht. Sobald du aber tiefer als vier Meter abtauchst, wird das Wasser salzig und bis zu 38 Grad warm. Es gibt außer Welsen und Shrimps zwar nicht besonders viel zu sehen, aber das Taucherlebnis war trotzdem einmalig.

Tauchen Coron Barracuda Lake

Gesamt

Für Island Hopping und Tauchen haben wir insgesamt 149,27 € pro Person ausgegeben.

Fortbewegung

Wenn wir ein mal an unserem Zielort angekommen waren, sind wir immer zu Fuß gegangen. Um aber erst mal dort hin zu kommen, mussten wir diverse Male mit Taxen oder Tricycles fahren.

Philippines Jeepney

Die größeren Strecken haben wir in bzw. auf Jeepneys oder in Bussen oder Booten zurückgelegt.

Insgesamt haben wir auf den Philippinen 97,59 € pro Person für Transportmittel ausgegeben.

Sonstiges

Ansonsten haben wir Geld für folgende Dinge ausgegeben: eine SIM-Karte von Smart Bro inkl. Reload, Kosmetikartikel, Wäschewaschen, den Ausdruck unserer Fährtickets und Postkarten. Und wir mussten eine Terminal-Fee bezahlen, um am Flughafen ans Gate zu kommen.

Insgesamt haben wir dafür 38,65 € pro Person ausgegeben.

Gesamtsumme

Wir haben auf den Philippinen somit in knapp vier Wochen 894,07 € pro Person ausgegeben und damit unser Monatsbudget gesprengt. Eigentlich hätten wir für die Zeit dort nur 833,33 € pro Person ausgeben dürfen.

In den Kosten sind zwar insgesamt vier Tauchgänge enthalten, aber auch so empfanden wir die Philippinen als ein eher teures Land für asiatische Verhältnisse.

Vermutlich sind andere Teile des Landes wesentlich billiger und wir hätten dort eher das bekommen, was wir uns vor allem von El Nido erwartet hatten. Aber dafür waren vier Wochen einfach zu kurz.

Die Kostenaufstellung bezieht sich auf einen Trip mit zwei Personen. Die An- und Abreisekosten sind in der Aufstellung nicht enthalten. Wir waren im Februar 2015 auf den Philippinen – 1 € lag durchschnittlich bei 50,11 PHP.

Coron Harbour Philippines

Warst du schon mal mehrere Wochen auf den Philippinen? Wie viel Geld hast du ausgegeben?

Über den Autor

Mona

Früher saß ich den ganzen Tag im Büro am Schreibtisch - heute bin ich angehende Weltenbummlerin, Fotografin, Texterin, Geschichtenerzählerin und Reiseplanerin.
In diesem Blog erzähle ich die Geschichten, die mein Freund Patrick und ich auf unserer Weltreise erleben - und gebe Tipps zur richtigen Vorbereitung einer Langzeitreise und zu einzelnen Reisezielen.

5 Kommentare

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  • Hallo Mona,

    wir waren auch dieses Jahr im Februar für 2,5 Wochen auf den Philippinen. Erst in Coron dann Palawan und dann Cebu und ich war zuerst auch erstaunt wie „teuer“ es vor allem im Vergleich zu anderen asiatischen Ländern ist.
    In Thailand beispielsweise hat man für weniger Geld viel schönere Unterkünfte bekommen und auch der Transport war in Thailand um einiges besser.

    Ich habe mir auch von Palawan mehr erhofft, da die Insel ja als schönste Insel der Welt ausgezeichnet wurde.

    Super Artikel!

    Viele Grüße
    Anja

    http://happytravelling.de

  • Toller Bericht, ich war noch nie in Palawan, aber dafür im Rest von den Philippinen von Norden bis ganz in Süden. Palawan blieb mir bisher verwehrt, aber muss unbedingt selber mal auch dahin.

    Naja ich komme selber von den Philippinen und meine Familie wohnt auf der Insel Leyte. Da gibt es nur Provinz und da ist alles viel viel günstiger. Die Preise die ihr beschreibt, kenne ich also so gar nicht.
    Auch in Manila bin ich meistens in soliden (kein Luxus) Hotels mit 10-15 Euro pro Nacht.
    An sich finde ich Philippinen eine der günstigsten Länder in Asien verglichen mit anderen grossen Nationen wie Japan, China, Thailand…

  • Hallo,
    danke für den Beitrag, sehr informativ und hilfreich! Ich fliege im Jänner/ Februar für 3 Wochen auf Palawan. Ich bin kein Fan von Unterkünfte vorbuchen aber habe gehört, dass das die stärkste Reisezeit sein soll.. Was empfiehlst du?
    LG

  • Hi,

    Super Beitrag ! Allerdings hast du bei den Zimmerpreisen falsche Kosten in Euro stehen. Wenn zu dem Zeitpunkt 1 Euro etwa 50 Peso waren, dann müssten 800 peso etwa 16 Euro und nicht 8,20 Euro gewesen sein ..
    Ich fliege auch im November nach Palawan, deshalb würde mich interessieren ob die Peso oder die Euro Preise die richtigen sind 🙂

    Liebe Grüße

    Grüße

    • Hallo Joanna,

      vielen Dank für den Hinweis, du hast Recht! Die Preise in Peso sind korrekt, die umgerechneten Euro-Preise beziehen sich dann auf die Preise pro Person, weil wir ja zu Zweit waren. Muss ich noch ergänzen, ist so wirklich verwirrend.

      Viel Spaß auf Palawan und viele Grüße,
      Mona

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