Was kostet die Welt? Zweieinhalb Wochen in Peru

Plaza de Armas in Cusco, Peru

Und schon wieder etwas Geld gespart!

In Peru sind wir fast 100 € unter unserem Budget geblieben. Das lag aber vermutlich auch daran, dass wir vier Tage der zweieinhalb Wochen im Krankenhaus verbracht haben und in der Zeit (fast) keine Ausgaben hatten.

Wie viel Geld wir wofür ausgegeben haben, erfährst du natürlich auch für Peru wieder ausführlich.

Wir verbrachten eine Woche in Cusco und anschließend eine Woche im wunderschönen Arequipa, bevor es für zwei Tage nach Lima ging.

Arequipa, Peru

Unterkunft

In Peru übernachteten wir, genau wie in Bolivien, fast immer in Doppelzimmern mit eigenem Bad.

Cusco

In Cusco checkten wir für drei Nächte im Hostal Balcon Cusqueño ein. Das kleine Hostel hat nur sechs Zimmer, drei davon ohne Fenster (Zimmer Nummer 1, 2 und 3). Wir hatten aber Glück und bekamen ein großes Zimmer mit zwei großen Betten und Balkon (Zimmer Nummer 6). Allerdings liegt das Hostel an einer viel befahrenen Kreuzung, auf der Tag und Nacht wild gehupt wird. Es ist also nichts für schwache Nerven, dafür aber günstig. Wir buchten das Hostel über booking.com und bekamen das Zimmer für 20 USD anstatt 35 USD pro Nacht.

Das Frühstück ist inklusive und nichts besonderes – es gibt wie fast überall in Peru pappige Brötchen mit Marmelade und Tee oder Kaffee. Aber für den Preis darfst du auch nicht viel erwarten. Die Zimmer sind sehr sauber und werden auf Wunsch täglich gereinigt.

Die anderen vier Nächte verbrachten wir in der Clinica Pardo.

Arequipa

Auch in Arequipa haben wir über booking.com ein Schnäppchen gemacht. Unser Doppelzimmer im Casa de Sillar, das überraschenderweise ein eigenes Bad hatte, kostete nur knapp 15 € pro Nacht. Das Zimmer hatte keine Fenster, die wir öffnen konnten, aber dafür war es eben auch sehr günstig.

Das Hostel ist ziemlich hellhörig. Das war den Leuten, die mitten in der Nacht ankamen, aber leider nicht bewusst. Also auch hier lieber auf Lärm einstellen.

Das Frühstück war auch im Casa de Sillar inklusive und es gab neben Brötchen mit Marmelade sogar noch Eier dazu. Das Personal ist super freundlich und das Hostel ist sehr sauber. Hier leben außerdem zwei kleine Hunde, von denen einer mit Vorsicht zu genießen ist. Aber Hunde, die bellen, beißen ja bekanntlich nicht.

Arequipa, Peru

Lima

Für unsere letzten zwei Tage in Peru checkten wir in Lima mal wieder in einem Dorm ein. Allerdings gab es nur vier Betten pro Zimmer, das finde ich in Ordnung. Das Lima Backpackers ist eigentlich kein Hostel, sondern eine Privatwohnung, in der der Besitzer Marco zwei der Zimmer zu Dorms umfunktioniert hat.

Beide Zimmer haben je ein eigenes Bad und alles ist super sauber. Zum Frühstück, das auch hier inklusive ist, gibt es leckere Brötchen vom Bäcker nebenan – und sogar Wurst! Marco ist ein super Gastgeber und gibt dir alle möglichen Infos, wo in Lima du am besten essen und feiern kannst und wie du mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fährst. Einfach top!

Gesamtkosten

Für die Unterkünfte zahlten wir insgesamt 111,69 € pro Person. Das sind weniger als 10 € pro Person pro Nacht. Dafür findest du vermutlich nur schwer ein Bett im Hostel.

Essen und Getränke

Nachdem wir kurz nach unserer Ankunft in Cusco erst mal ins Krankenhaus mussten, achteten wir danach ein bisschen mehr darauf, wo wir essen. Typhus wird schließlich hauptsächlich durch verunreinigtes Essen übertragen.

Deshalb gingen wir in Peru fast immer in etwas teureren Restaurants essen. Natürlich weißt du auch hier nicht, ob der Koch sich ordentlich die Hände wäscht, aber zumindest hatten wir ein besseres Gefühl als beim Essen an den Straßenständen.

Ich kann dir folgende Restaurants in Peru empfehlen, die allerdings teilweise etwas teurer sind:

Das La Lucha (Calle Mercaderes zwischen Jerusalén und San Francisco) in Arequipa hat es uns besonders angetan. Wir waren fast jeden Tag während der einen Woche dort. Es gibt Sandwiches mit frisch gebackenen, echten Brötchen. Und wenn du das 2×1 Special nimmst, bekommst du zwei super leckere Sandwiches zum Preis von einem und dann ist es schon wieder gar nicht mehr so teuer.

Sandwich bei La Lucha in Arequipa

Außerdem kann ich das Chaqchao Chocolates in Arequipa empfehlen. Toller Kaffee, toller Kakao und noch tollerer Kuchen!

Insgesamt haben wir in unseren zweieinhalb Wochen in Peru 178,31 € pro Person für Essen und Getränke ausgegeben. Das geht auf jeden Fall sehr viel günstiger, aber uns war der Preis nach dem Krankenhausaufenthalt nicht ganz so wichtig.

Attraktionen

Eigentlich wollten wir von Cusco aus zum Machu Picchu, aber das konnten wir ja dann knicken. Nachdem wir aus dem Krankenhaus entlassen wurden, fuhren wir direkt weiter nach Arequipa. Natürlich hätten wir auch noch länger in Cusco bleiben und Machu Picchu sehen können. Und viele werden jetzt wahrscheinlich staunend die Augen aufreißen. Aber die Massentourismus-Attraktionen sind uns einfach nicht so wichtig. Ja, wir waren in Cusco und haben Machu Picchu nicht gesehen. Und wir bereuen nichts.

Stattdessen waren wir in Arequipa Raften. Das ist ja mehr so unser Ding – ein bisschen Action schadet nie. Wir buchten die Tour bei Cusipata und waren absolut zufrieden. 70 Soles pro Person sind nicht wirklich teuer für den Service, den die Firma bietet. Wir wurden am Hostel abgeholt, bekamen das komplette Equipment, fuhren knapp eine Stunde ziemlich starke Stromschnellen runter, bekamen anschließend Kekse und Wasser und wurden am Hostel wieder abgesetzt. Top!

Rafting Cusipata, Arequipa

Außerdem machten wir in Arequipa die Free Walking Tour mit. Hier erfolgt die Bezahlung wieder als Trinkgeld – jeder bezahlt also so viel, wie er möchte. Die Tour dauert drei Stunden und ist ganz nett, aber kein Muss.

Auch kein Muss ist die Pyramide in Lima, die vor einiger Zeit mitten in der Stadt aufgetan wurde. Wenn du dich nicht sehr für Archäologie interessierst, ist es vielleicht etwas langweilig. Du kannst die Pyramide nur mit einem Guide besuchen, der aber im Eintrittspreis von 12 Soles inbegriffen ist. Du erfährst eine Stunde lang, wie die Archäologen die Pyramide ausgegraben haben und deren Vermutungen darüber, warum die Lima, wie die Menschen genannt werden, die Pyramide vor über 1.000 Jahren bauten. Wirklich zu wissen scheint aber natürlich niemand irgendwas.

Pyramide in Lima, Peru

Insgesamt zahlten wir 25,80 € pro Person für den ganzen Spaß.

Fortbewegung

Von Cusco nach Arequipa sind wir mit dem Bus von Cruz del Sur gefahren. Wir hatten schon Tickets gebucht, bevor wir ins Krankenhaus kamen, und die mussten wir dann verfallen lassen. War aber nicht so schlimm, weil es Spezialtickets waren, die nur 20 € pro Person kosteten. Die neuen Tickets waren etwas teurer, aber für eine zehnstündige Busfahrt immer noch günstig.

Von Arequipa nach Lima sind wir für ganze 38,46 € pro Person mit Avianca geflogen und konnten damit sogar noch Star Alliance Meilen sammeln. Den Flug haben wir nur über Google Flights gefunden – hier findest du einen ausführlichen Artikel über’s Fliegen in Lateinamerika.

Außerdem sind wir in den Städten mehrfach Taxi und Bus gefahren.

Insgesamt gaben wir für Fortbewegungsmittel in Peru 116,20 € pro Person aus.

Sonstiges

Ansonsten haben wir Geld für folgende Dinge ausgegeben: eine SIM-Karte von Movistar inkl. Reload, Kosmetikartikel und Wäschewaschen. Und ich habe zwei kleine Lama-Schlüsselanhänger gekauft. Lamas sind einfach fantastisch!

Insgesamt haben wir dafür 31,34 € pro Person ausgegeben.


Gesamtsumme

Wir haben in Peru somit für zweieinhalb Wochen 463,34 € pro Person ausgegeben. Wenn wir die Tage im Krankenhaus abziehen, sind es weniger als zwei Wochen. Dann wären wir damit knapp über Budget, aber immer noch vertretbar. Das liegt natürlich auch an unserem Nicht-Besuch von Machu Picchu.

Die Kostenaufstellung bezieht sich auf einen Trip mit zwei Personen. Kosten für die Unterkunft ändern sich natürlich je nach Personenzahl.

Die An- und Abreisekosten sind in der Aufstellung nicht enthalten. Wir waren im September 2015 in Peru – 1 € lag durchschnittlich bei 3,56 Soles.

Hast du schon mal mehrere Wochen in Peru verbracht? Wie viel Geld hast du ausgegeben?

Über den Autor

Mona

Früher saß ich den ganzen Tag im Büro am Schreibtisch - heute bin ich angehende Weltenbummlerin, Fotografin, Texterin, Geschichtenerzählerin und Reiseplanerin.
In diesem Blog erzähle ich die Geschichten, die mein Freund Patrick und ich auf unserer Weltreise erleben - und gebe Tipps zur richtigen Vorbereitung einer Langzeitreise und zu einzelnen Reisezielen.

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